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WsWW: Pleo Und Die Wissenschaft

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Beschreibung

Lächeln, Stirnrunzeln, Kopfnicken oder -schütteln gehören zu den einfachsten Formen menschlicher nonverbaler Kommunikation.

Bereits in der Kommunikation zwischen Mensch und Tier könnte freundliches Lächeln auch als Zähnefletschen missverstanden werden.
Ohne gegenseitigen Lernprozess, würden beispielsweise Hunde menschliches Lächeln als Aggression des Menschen und Menschen, aggessives Zähnefletschen als Lächeln des Tieres missverstehen.

Die "Feindschaft" zwischen den artfremden Wesen Katze und Hund beruht in erster Linie darauf, dass Katzen das warnende Knurren eines Hundes als Äusserung der Wohlbefindens missverstehen, denn eine Katze schnurrt, wenn sie sich wohlfühlt. Dieses Geräusch interpretiert der Hund dann instinktiv als Knurren. Wenn beide Tierarten zusammen aufwachsen, lernen sie spielerisch, ihren Instinkt zu überwinden und werden meist "gute Freunde".

Was in der Kommunikation zwischen Mensch und dem artfremden Wesen Tier am besten funktioniert, ist körperliche Liebkosung, Streicheln.
Hier kommt vom Tier eine emotionale Antwort zurück, die von gesunden Menschen problemlos verstanden wird.

Auch zwischen Mensch und Maschine wäre die Kommunikation wesentlich einfacher, wenn Emotionen nicht einseitig von, beispielsweise ihre Computer anbrüllenden Menschen kämen, sondern als Feedback ebenfalls vom Computer. Warum soll der Computer nicht mal zurückbrüllen oder wenigstens sagen, was der User falsch gemacht haben könnte?
Der Browser ist mit seinen dreidimensionalen Tasten, Icons und Animationen ein klassisches Beispiel dafür, die Maschine Computer an die Gewohnheiten der Menschen anzupassen. Aber der Browser ist dafür trotzdem ein noch sehr unvollständiges Medium.

Der Flirt zwischen Mensch und Maschine funktioniert besser, wenn die Maschine sich jener Kommunikatieonsform anpasst, die die Menschen seit Ewigkeiten perfekt beherrschen: Schmusen und Streicheln gehören neben der Interpretation der Stimmfarbe zu den ersten Lektionen jedes Lebewesens und jeder Mensch wird diese Fähigkeiten bis ins hohe Alter immer perfekter ausbauen.

Eine Maschine, die emotional ähnlich reagiert, wie ein Mensch könnte die Wünsche eines Menschen wesentlich schneller und genauer verstehen, als umgekehrt ein Mensch, dem die sture mathematische Gesetzmässigkeit einer Maschine fremd ist.

Doch wir stecken erst am Anfang, Maschinen dem Menschen anzupassen, weil es bislang wenig emotional reagierende Maschinen gibt. Und es gibt deswegen so wenige, weil Menschen, aus lauter Verzweiflung über die sture Technik dazu bereit sind, sehr viel Kraft einzusetzen, die Gesetzmässigkeiten der Maschinen zu erlernen.

Wissenschaftler arbeiten daran, dies zu ändern. Warum soll eine Maschine weniger Fähigkeiten haben, als ein Hund, der sich als Haustier stärker den Bedürfnissen des Menschen anpassen muss, als umgekehrt. Hundetraining gelingt ausschließlich über emotionale Kommunikation.

Pleo, der kleine Dinosaurier sei ein ideales Ojekt für die Grundlagenforschung der emotionalen Mensch-Maschine-Kommunikation, sagt Dr. med. Martin S. Diruf von der "Gruppe für Interdisziplinäre Psychologie", GRIP der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
www.grip-online.com

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