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Der Unimog - Die Geschichte eines Multitalents

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Beschreibung

Der Unimog
Die Geschichte eines Multi-Talents

Egal wie schwierig das Gelände ist, auf den Unimog ist Verlass. Nach dem Zweiten Weltkrieg als landwirtschaftliches Gerät entwickelt, hat er eine beispiellose Karriere hingelegt. Er gilt heute als das vielseitigste Nutzfahrzeug der Welt.

Nutzfahrzeug mit Fangemeinde
Der Unimog ist das wohl einzige neuzeitliche Nutzfahrzeug, das eine echte Fan- und Sammlergemeinde hat. Er ist universell einsetzbar, ob als Mähgerät im Sommer oder als Schneeräumer im Winter. Kein Wunder, dass fast jede Kommune ein solches Fahrzeug hat. Als Transporter oder gepanzertes Militärfahrzeug hat es bei der Bundeswehr Karriere gemacht. Schwieriges Gelände ist sein Metier. Dort wo Straßen enden, beginnt oft sein Einsatz, in der Forst- und Landwirtschaft, bei Hochwasser oder Bränden.
Das Konstruktionsprinzip ist seit jeher gleich: Allrad, vier gleich große Räder, Geländesperren, Leiterrahmen, Schraubenfedern und Kurbelwellen für Anbaugeräte. Der Unimog ist deutsche Industriegeschichte. Weltweit wurden bis heute 370.000 Fahrzeuge verkauft. Zwei Drittel sollen noch immer im Einsatz sein. Seine Karriere verdankt er dem patentierten Fahrgestell.

Vom Allzwecktraktor zum Alleskönner
Die Geschichte des Unimogs begann vor über 70 Jahren. Der Morgenthau-Plan sah Nachkriegs-Deutschland als Agrarstaat vor. Der frühere Daimler-Ingenieur Albert Friedrich entwickelte ein Allzweckgerät für die Landwirtschaft, mit dem die Deutschen ihre Äcker auch ohne Tiere bestellen konnten. Erste Skizzen zeigten einen Allzwecktraktor mit vier gleich großen Rädern. Es war ein Universalgerät, das unter den Knebelungen des Morgenthau-Plans realisierbar erschien.
Die amerikanischen Besatzer genehmigten Friedrich die Herstellung von zehn Versuchfahrzeugen des Universal-Motor-Gerätes (Unimog), das 1949 von der Werkzeugfabrik Boehringer in Göppingen gebaut wurde. 1951 übernahm die Daimler AG, die bis dahin die Motoren geliefert hatte, die Entwicklung und den Bau im Werk Gaggenau. Die Maschinenfabrik Boehringer war mit der Fertigung an finanzielle Grenzen gestoßen. Anfangs nannten die Daimler-Arbeiter den Unimog noch despektierlich "Blechbüchse", schnell aber wurde der Unimog zu einem echten Fahrzeug mit Stern.

Unerwarteter Erfolg
Ob als Transportfahrzeug oder Geräteträger, mit einem breit gefächerten Programm aus fast 400 Baureihen und zahllosen Varianten wurde der Unimog zu einem Welterfolg, mit dem anfangs niemand gerechnet hatte. Mehr als 50 Jahre lang wurde der Alleskönner im badischen Gaggenau gefertigt. 2002 wurde die Produktion ins Mercedes-Benz-Werk nach Wörth am Rhein verlegt, weil das Werk effizientere Produktionsmöglichkeiten bot. Jährlich werden heute rund 2.000 Fahrzeuge gefertigt - zum größten Teil in Handarbeit.
Ein Film von Thorsten Link
Dauer
44:36 min

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